class="csc-default"Was wird durch Wissen repräsentiert?

Zentrum Geschichte des Wissens

Universität Zürich

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

Zentrum Geschichte des Wissens

Universität Zürich

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

PORTRAIT

Die neu gegründete Redaktion Wissensgeschichte von H-Soz-Kult ist am ZGW sowie der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt. H-Soz-Kult ist eine moderierte Informations- und Kommunikationsplattform für Historikerinnen und Historiker und veröffentlicht fachwissenschaftliche Nachrichten und Publikationen online. Die bereits bisher auf H-Soz-Kult berücksichtigte Wissenschafts- und Technikforschung geht im Publikationsfeld Wissensgeschichte auf.

Wir verstehen unter Wissensgeschichte die Auseinandersetzung mit der Genese und Entwicklung moderner wie auch vormoderner Wissenssysteme unter Einbeziehung ihrer epistemischen, technischen und kulturellen Voraussetzungen. Zentral für das Konzept der Wissensgeschichte ist es, Wissen nicht bloss im akademischen Umfeld zu verorten, sondern andere gesellschaftliche Kontexte systematisch miteinzubeziehen.

Der Begriffs des Wissens entzieht sich demnach in der Forschung noch gängigen Einteilungen zwischen wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Wissensarten und unterläuft die Unterscheidung von Theorie und Empirie. Pointiert formuliert gibt es keinen Bereich, der nicht unter wissensgeschichtlichen Aspekten untersucht werden könnte und – nimmt man die aktuelle Forschung über die Kultur des Computerspielens, die Geschichte des Gehens oder der US-amerikanischen Politikberatung nach 1945 in den Blick – zusehends auch untersucht wird.

REZENSIONEN

Jürgen Goldstein (2015). Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt. Berlin: Matthes & Seitz (Stefan Greif) Mehr

Ursula Klein (2016). Nützliches Wissen. Die Erfindung der Technikwissenschaften. Göttingen: Wallstein (Tanja Paulitz / Armin Ziegler) Mehr

Steven E. Jones (2016). Roberto Busa, S. J., and the Emergence of Humanities Computing. The Priest and the Punched Cards. London: Routledge (Daniela Zetti) Mehr

Johan Heilbron (2015). French Sociology. Ithaca: Cornell University Press (Tommy Stöckel) Mehr

Sebastian Haas (2017).  Die Preußischen Jahrbücher zwischen Neuer Ära und Reichsgründung (1858–1871). Programm und Inhalt, Autoren und Wirkung einer Zeitschrift im deutschen Liberalismus. Berlin: Duncker & Humblot (Jens Herold) Mehr

R. J. Richards und Lorraine Daston, Hg. (2016). Kuhn's Structure of Scientific Revolutions at Fifty. Reflections on a Science Classic. Chicago: University of Chicago Press (Niels Taubert) Mehr

Benjamin Peters (2016). How Not to Network a Nation. The Uneasy History of the Soviet Internet. Cambridge MA: The MIT Press (Felix Herrmann) Mehr

Elena  Aronova und Simone Turchet, Hg. (2016). Science Studies during the Cold War and Beyond. Paradigms Defected. Basingstoke: Palgrave Macmillan (Ksenia Tatarchenko) Mehr

Gerard  Alberts und Ruth Oldenziel, Hg. (2014). Hacking Europe. From Computer Cultures to Demoscenes. London: Springer (Kevin Driscoll) Mehr

Andreas Mayer (2016). Sigmund Freud zur Einführung. Hamburg: Junius (Giovanni Sorge) Mehr

Sammelrezension Koloniale Psychiatrien (Marietta Meier) Mehr

Helmar Schramm u.a., Hg. (2017). Spuren der Avantgarde. Theatrum alchemicum. Frühe Neuzeit und Moderne im Kulturvergleich. Berlin: De Gruyter (Ute Frietsch) Mehr

Tung-Hui Hu (2015). A Prehistory of the Cloud. Cambridge MA: The MIT Press (Monika Dommann) Mehr

David Kaiser und W. Patrick McCray, Hg. (2016). Groovy Science. Knowledge, Innovation, and American Counterculture. Chicago: University of Chicago Press (Dana Mahr) Mehr

Heinz-Peter Schmiedebach (2016). Entgrenzungen des Wahnsinns. Psychopathie und Psychopathologisierungen um 1900. Berlin: De Gruyter (David Freis) Mehr

Marietta Meier (2015). Spannungsherde. Psychochirurgie nach dem Zweiten Weltkrieg. Göttingen: Wallstein (Eric J. Engstrom) Mehr

Sammelrezension Bruno Latours Konzept der "Existenzweisen" in der Diskussion (Matthias Wieser) Mehr

Susanne Bauer u.a., Hg. (2017). Science and Technology Studies. Klassische Positionen und aktuelle Perspektiven. Berlin: Suhrkamp (Patrick Kilian) Mehr

Thomas Steinfeld (2016). ICH WILL, ICH KANN. Moderne und Selbstoptimierung. Konstanz: Konstanz University Press (Andreas Gelhard) Mehr

Wolfgang Göderle (2016). Zensus und Ethnizität. Zur Herstellung von Wissen über soziale Wirklichkeiten im Habsburgerreich zwischen 1848 und 1910. Göttingen: Wallstein (Jochen F. Mayer) Mehr

Sammelrezension Siegfried Kracauer: Leben und Werk im Spiegel neuer Studien (Guido Kirsten) Mehr

Pascal Germann (2016). Laboratorien der Vererbung. Rassenforschung und Humangenetik in der Schweiz 1900–1970. Göttingen: Wallstein (Thomas Etzemüller) Mehr

Stefan Kleiner und Robert Suter, Hg. (2015). Guter Rat. Glück und Erfolg in der Ratgeberliteratur 1900–1940. Berlin: Neofelis (Isabelle Haffter) Mehr

Koni Weber (2014).  Umstrittene Repräsentation der Schweiz. Soziologie, Politik und Kunst bei der Landesausstellung 1964. Tübingen: Mohr Siebeck (Erich Keller) Mehr

Bernd Stiegler (2016). Der montierte Mensch. Eine Figur der Modern. Paderborn: Fink (Peter Fritz) Mehr

Douglas C. Baynton (2016). Defectives in the Land. Disability and Immigration in the Age of Eugenic. Chicago: UCP (Sebastian Schlund) Mehr

Alice Barnaby (2017). Light Touches. Cultural Practices of Illumination, 1780-1900. London: Taylor & Francis (Niklaus Ingold) Mehr

Magaly Tornay (2016). Zugriffe auf das Ich. Psychoaktive Stoffe und Personenkonzepte in der Schweiz, 1945 bis 1980. Tübingen: Mohr Siebeck (Florian Schleking) Mehr

Martin Schmitt (2016). Internet im Kalten Krieg. Eine Vorgeschichte des globalen Kommunikationsnetzes. Bielefeld: Transcript (Matthias Röhr) Mehr

Thomas Christian Bächle (2016). Digitales Wissen, Daten und Überwachung zur Einführung. Hamburg: Junius (Hannes Mangold) Mehr

Bernhard Schäfers (2016). Sozialgeschichte der Soziologie. Die Entwicklung der soziologischen Theorie seit der Doppelrevolution. Wiesbaden: Springer VS (Fabian Link) Mehr

Didier Eribon (2016). Rückkehr nach Reims. Berlin: Suhrkamp (Onur Erdur) Mehr

Nick Hopwood (2015). Haeckel's Embryos. Images, Evolution, and Fraud. Chicago: UCP (Georgy S. Levit) Mehr

Moritz Mälzer (2016). Auf der Suche nach der neuen Universität. Die Entstehung der »Reformuniversitäten« Konstanz und Bielefeld in den 1960er Jahren. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht (Nikolai Wehrs) Mehr

Stephanie Baumann (2014). Im Vorraum der Geschichte. Siegfried Kracauers "History – The Last Things before the Last". Konstanz: KUP (Sabine Biebl) Mehr

Sammelrezension Fallgeschichten (Martina Wernli) Mehr

David Wootton (2015). The Invention of Science. A New History of the Scientific Revolution. London: Allen Lane (Simone De Angelis) Mehr

Christophe Bonneuil und Jean-Baptiste Fressoz (2016).  The Shock of the Anthropocene. The Earth, History and Us. London: Verso (Matthias Heymann) Mehr

Alison Bashford (2014). Global Population. History, Geopolitics, and Life on Earth. New York: Columbia University Press (Annika Hartmann) Mehr

David Ludwig u.a., Hg. (2014). Das materielle Modell. Objektgeschichten aus der wissenschaftlichen Praxis. Paderborn: Fink (Anja Sattelmacher) Mehr

Florian Sedlmeier und Clemens Peck, Hg. (2015.  Kriminalliteratur und Wissensgeschichte. Genres – Medien – Techniken. Bielefeld: transcript (Veronika Thanner) Mehr

James Rodger Fleming (2016). Inventing Atmospheric Science. Bjerknes, Rossby, Wexler, and the Foundations of Modern Meteorology. Cambridge MA: The MIT Press (Manuel Kaiser) Mehr

Angelika Königseder (2016). Walter de Gruyter. Ein Wissenschaftsverlag im Nationalsozialismus. Tübingen: Mohr Siebeck (Wiebke Wiede) Mehr

Helmut Lethen u.a., Hg. (2015). Auf die Wirklichkeit zeigen. Zum Problem der Evidenz in den Kulturwissenschaften. Ein Reader. Frankfurt am Main u.a.: Campus Verlag (Ute Frietsch) Mehr

Katja Sabisch (2016). Der Mensch als wissenschaftliche Tatsache. Wissenssoziologische Studien mit Ludwik Fleck. Berlin: Kulturverlag Kadmos (Barbara Orland) Mehr

Robert Heynen (2015). Degeneration and Revolution. Radical Cultural Politics and the Body in Weimar Germany. Leiden u.a.: Brill (Jens Elberfeld) Mehr

Michael Gamper (2016). Der große Mann. Geschichte eines politischen Phantasmas. Göttingen: Wallstein (Florian Kappeler) Mehr

Eli Zaretsky (2015). Political Freud. A History. New York: Columbia University Press (David Freis) Mehr

Naomi Oreskes und Erik M. Conway (2014). Die Machiavellis der Wissenschaft. Das Netzwerk des Leugnens. Weinheim: Wiley-VCH Verlag (Manuel Kaiser) Mehr

Jonathan Kohlrausch (2015). Beobachtbare Sprachen. Gehörlose in der französischen Spätaufklärung. Eine Wissensgeschichte. Bielefeld: transcript (Mirjam Janett) Mehr

Krämer, Fabian (2014). Ein Zentaur in London. Lektüre und Beobachtung in der frühneuzeitlichen Naturforschung. Affalterbach: Didymos Verlag (Flemming Schock) Mehr

Christian Benne (2015).  Die Erfindung des Manuskripts. Zur Theorie und Geschichte literarischer Gegenständlichkeit. Berlin: Suhrkamp (Fabian Saner) Mehr

Greenberg, Udi (2015). The Weimar Century. German Emigrés and the Ideological Foundations of the Cold War. Princeton: Princeton University Press (Frank Schale) Mehr

Caduff, Carlo (2015). The Pandemic Perhaps. Dramatic Events in a Public Culture of Danger. Oakland: University of California Press (Kris Decker) Mehr

PERSONEN

Gleb Albert

ist seit 2015 assoziiertes Mitglied des ZGW und arbeitet am Historischen Seminar der Universität Zürich. Mehr

Ruben Hackler

arbeitet am Historischen Seminar der Universität Zürich. Mehr 

Torsten Kahlert

arbeitet am Institut für Geschichtswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin im Bereich Historische Fachinformatik. Mehr

Andrea Westermann

war von 2015 bis 2017 assoziiertes Mitglied des ZGW. Mehr