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Zentrum Geschichte des Wissens

Universität Zürich

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

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PROF. DR. JOHN HAMILTON

ZGW Lecture series December 14, 2016

Die Transzendenz des Körpers, die Immanenz des Fleisches und die Grenzen des Wissens

Inwiefern befördert oder verhindert philologische Arbeit die Feststellung von Wissen? Die Antwort auf diese Frage steht im direkten Verhältnis zur Auffassung der Sprache: entweder wird sie als ein Zeichensystem oder als ein systemsloses Phänomen von Worten an sich verstanden. Jede Theorie des Zeichens, die einen Begriff der Referenz aufstellt, impliziert die endgültige Entbehrlichkeit des Zeichens, das über sich selbst hinausweist. Als referentielles Zeichen führt das sinnliche Wort zu einem transzendentalen Bedeutungsgehalt, der seiner Beisetzung entspricht. In dieser Hinsicht gilt das Zeichen als ein Körper, der einen körperlosen Sinn birgt. Die Beschäftigung mit der Sprache so zu verstehen bedeutet eine Philologie des Körpers zu betreiben, sofern sich die Arbeit dieser Philologie auf die mitteilende Funktion der Sprache konzentriert, um sicherzustellen, dass sich die körperliche Form dem körperlosen, teilbaren Sinn bereitwillig fügt. Während die Philologie des Körpers auf die Transzendenz gerichtet ist und das wörtliche Medium zurückgelassen werden kann, kümmert sich die Philologie des Fleisches um den immanenten Bereich, in dem das Wort leibhaftig unter den Menschen bleibt. Die Philologie des Fleisches basiert darauf, dass die Präsenz eines Wortes nicht einfach erscheint, um zu verschwinden. Das Wissen muss dann in dieser Spannung zwischen Erscheinen und Verschwinden bestehen.