Risiko und Wissen
Vortragsreihe / Frühjahr 2013
Die heutige Popularität des Begriffs »Risiko« liegt an seiner Anwendbarkeit im Spannungsfeld von Gefahr und Sicherheit, Wissen und Ungewissheit, Spekulation und Kalkül. Was bedeuten nun aber Denk- und Argumentationsfiguren, die mit »Risiko« verbunden werden, für moderne Wissenssysteme und deren Geschichte? (Programm & Problemaufriss)
Mittwochs, zweiwöchentlich, ab dem 27. Februar, 18.15 - 19.45 Uhr in der Clausiusstrasse 59, ETH Zürich, Gebäude Rechenzentrum, Raum F 21. Es besteht Möglichkeit zur kostenlosen, parallelen Kinderbetreuung.
Colonialism without Colonies
Internationaler Workshop: 14.-15. Juni 2013
This workshop explores the concept of »colonialism without colonies« from two main perspectives: First, we look at countries that were not colonized but situated next to colonies. Second, we examine countries that were close to the metropoles without having been formal colonial powers. Finally, the question of whether a country belonged to the colonial regime or not is itself an object of debate. The workshop treats these questions in different studies related to eight specific countries. There is a strong focus on the interconnection of power and knowledge, as well as on the cultural effects of colonialism. The over-arching aim of the workshop is to develop, discuss and test the epistemic value and the heuristic reach of the concept of »colonialism without colonies«. (abstract & program).
Organisiert von Francesca Falk (Universität Fribourg), Barbara Luethi (Universität Köln) und Patricia Purtschert (ZGW & ETH Zürich), mit Unterstützung des Zentrums »Geschichte des Wissens«.
Assistenz: Marina Lienhard und Jovita dos Santos Pinto (ETH Zürich)
Ort: ETH Zürich, Villa Hatt, Freudenbergstrasse 112, 8044 Zürich.
Begrenzte Plätze. Anmeldung erforderlich.
Politik und Polemik der Assimilation
Workshop: 6.-8. Juni 2013
Gemäß einer weitverbreiteten Auffassung ist sozio-kulturelle Assimilation ein hierarchischer Prozess, in dem einer Gruppe fremde Lebensgewohnheiten und Praktiken aufgenötigt werden. Aber ist das die ganze Geschichte? Gibt es nicht auch Phänomene, die in eine andere Richtung verweisen? Nach einem kosmopolitischen Verständnis handelt es sich bei Assimilation um ein wechselseitiges Verhältnis, in dem starre Grenzen und essentialisierte Identitäten verschwinden, in dem Gruppen einander ähnlich werden, ohne ihre Verschiedenheiten verlieren zu müssen. Wenn somit bereits der Begriff der Assimilation umstritten ist, gilt das umso mehr für das, was er bezeichnet: Es geht um die politische Frage, wie Menschen leben wollen – eine Frage, die immer schon mit polemischen Äußerungsformen verbunden ist.
Veranstaltet vom SNF-Projekt »Imitation, Assimlation und Transformation«.
Leitung: Andreas Kilcher, Organisation: Urs Lindner.
Ort: ETH Zürich, Gebäude RZ, Raum F 21, Clausiusstrasse 59
Um Anmeldung wird gebeten.
Universalism and Realism – Underlabourers for a Postcolonial Theory of Narration?
Workshop: 5. Juni 2013
mit Prof. Satya P. Mohanty (Cornell)
Realism and universalism are commonly not seen as positive points of reference in postcolonial theory. In contrast to this, Satya Mohanty argues that some forms of realism can be of help for postcolonial theories of narration. According to him, the same applies to universalism that can serve as an important resource for a non-essentialised thinking about identity. In the workshop we will discuss these claims with Satya Mohanty on the basis of some extracts of his writings. In doing so, we will also look at the relations between narratology and epistemology that are at the centre of his theoretical approach. (Flyer)
Organisiert von Florian Kappeler und Urs Lindner. Mit Unterstützung des SNF Sinergia Projekts Imitation - Assimilation - Transformation und des Graduiertenkollegs »Geschichte des Wissens«
Ort & Zeit: Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Rämistr. 64, 8001 Zürich, Raum 015, 14-18 Uhr
Bitte hier bis zum 27. Mai 2013 anmelden.
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